Prof. Anne-Marie Schreyer verstärkt das IMM
Mit der Aufnahme von Prof. Dr.-Ing. Anne-Marie Schreyer stärkt das Institut für Mensch und Mobilität seine Forschung im Bereich Aerodynamik und Strömungslehre. Seit dem 1. Dezember bringt die international renommierte Spitzenprofessorin ihre Expertise in die wissenschaftliche Arbeit des Instituts ein. Im Fokus stehen dabei grundlegende und zugleich hochrelevante Fragestellungen der Luft- und Raumfahrtforschung, die Effizienz, Sicherheit und zukünftige Technologien maßgeblich beeinflussen.
Prof. Schreyer forscht an den zentralen Themen moderner Aerodynamik und Strömungslehre für Luft- und Raumfahrtanwendungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf kompressiblen Strömungsphänomenen, der gezielten Strömungsbeeinflussung sowie der Fluid-Struktur-Wechselwirkung. Diese komplexen Prozesse sind entscheidend für das Verständnis dynamischer Systeme und eröffnen neue Möglichkeiten für innovative technische Lösungen.
Von der Grundlagenforschung zur Anwendung in komplexen Systemen
Geprägt ist ihr wissenschaftliches Profil durch einen internationalen Werdegang. Nach dem Diplomstudium der Luft- und Raumfahrttechnik und der Promotion an der Universität Stuttgart sammelte Prof. Schreyer umfangreiche Forschungs- und Lehrerfahrung in mehreren europäischen Ländern sowie im Rahmen von Forschungsaufenthalten in den USA. Ergänzt wird diese akademische Perspektive durch ausgeprägte berufspraktische Kompetenzen: Unter anderem war sie beim französischen Raumfahrtzentrum CNES tätig und arbeitete in zahlreichen Forschungsprojekten mit industriellen Partnern zusammen. Dazu zählen Kooperationen mit Dantec Dynamics, Rolls-Royce Deutschland, Airbus, den Instituten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Göttingen und Braunschweig sowie dem Europäischen Transsonischen Windkanal in Köln. Diese enge Verbindung von Forschung und Praxis ermöglicht einen nachhaltigen Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in reale Anwendungen.
Die herausragende wissenschaftliche Stellung von Prof. Schreyer wird auch durch ihre Berufung als Spitzenprofessorin unterstrichen. Wissenschaftsminister Markus Blume gab hierzu in München bekannt: „Als eine der führenden Forscherinnen in diesem Zukunfts- und Wachstumsfeld eröffnet sie neue Horizonte in der Luft- und Raumfahrttechnik. Möglich wird das durch das Spitzenprofessurenprogramm der Innovationsoffensive Hightech Agenda Bayern.“
Die Spitzenprofessur bildet einen zentralen Rahmen für ihre wissenschaftliche Arbeit und schafft exzellente Voraussetzungen für langfristige, forschungsintensive Projekte in einem Schlüsselbereich der Ingenieurwissenschaften.
Für die Forschung am Institut für Mensch und Mobilität bedeutet ihre Aufnahme einen deutlichen Mehrwert. Die methodische Expertise, die interdisziplinäre Ausrichtung und das internationale Netzwerk eröffnen neue Anknüpfungspunkte für bestehende Forschungsschwerpunkte und stärken die Position des Instituts im wissenschaftlichen Austausch.
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